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Indischer Tanz

Bharata Natyam - Handbewegungen (Mudras)

meine Freundin (in gelb) und ich beim Indischen Tanz Im Bharata Naytyam gibt es sehr viele verschieden Handbewegungen, die unterschiedliche Bedeutungen haben. Jede Handstellung (Mudra) hat einen Namen, den ich versuchen werde, als Lautschrift hier einzutippen. Es gibt ein- und beidhändige Mudras und solche, die nur in Kombination mit einer Körperpose eine bestimmte Bedeutung haben. Da ich hier nicht alle aufführen kann, zeige ich exemplarisch ein paar schöne Mudras.
Beginnen möchte ich mit :

Pathaka

Dies ist ganz einfach die flache Handfläche, wobei alle Finger nebeneinander liegen (siehe Bild nebenan). Oft wird diese Handhaltung eingenommen, wenn beide Arme zur Seite ausgestreckt sind.

Tri-Pathaka

Dies ist eine Abwandlung des Pathaka. Der Ringfinger wird am ersten oder zweiten Gelenk nach innen gebogen (zur Handfläche hin). Auch diese Handhaltung wird mit gestreckten Armen benutzt, aber auch in vielen anderen Situationen. Oftmals wird ein besonderer Effekt erzielt durch das Drehen der Hand, einmal mit der Handfläche nach unten und dann wieder nach oben zeigend, wobei der Ringfinger immer an derselben Stelle gebogen bleibt.

Alapadma

Diese Handhaltung symbolisiert oft eine geöffnete Lotusblume, wobei die Finger die Blütenblätter darstellen sollen. Spreize Deine Finger ganz weit auseinander, halte die Hand waagerecht mit der Handfläche nach oben und kippe dann den Daumen nach unten. Der kleine Finger zeigt zur Decke. Die restlichen Finger werden so zwischen Daumen und kleinem Finger verteilt, dass es von der Seite geshehen wie ein Fächer aussieht. Jeder Finger ist deutlich zu erkennen. Kein Finger verdeckt den anderen.

Katakamukaha

Diese Handhaltung wird u. a. bei der traditionellen Begrüßungsreihenfolge der Schüler für die Lehrerin benutzt. Es ist eine sehr gängige Handhaltung, die vieles symbolisieren kann. Der Zeige- und Mittelfinger werden gestreckt auf die Daumenspitze gelegt. Der Ringfinger und der kleine Finger werden weit abgespreizt, so dass sie zur Decke zeigen (siehe Grafik).

Bei allen Handbewegungen wird es als schön und kunstvoll angesehen, wenn man die Finger stark nach hinten biegen kann, was allerdings von klein auf geübt werden muss oder zum Teil auch einfach in der Körperstruktur vereinzelter Männer und Frauen bereits veranlagt ist. Aber auch, wer die Finger nur "ganz normal" verbiegen kann, kann den Indischen Tanz lernen.

Sowieso werden Frauen, die nicht schon im Alter von zwei bis drei Jahren mit diesem Tanz begonnen haben und noch dazu extrem schlank sind, ihn lediglich als Hobby betreiben können. Da gelten ähnliche Regeln wie bei uns im Klassischen Ballett. Jeder über 25 Jahren ist bereits "uralt" :-).

Weitere Mudras folgen demnächst.





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