2. Dezember

 
   
Ist die Adventszeit bei Ihnen schon eingezogen?
Nürnberger ChristkindelmarktDie Geschäfte sind bereits weihnachtlich ausstaffiert. Die Einkaufsstraßen leuchten und funkeln in der frühen Dämmerung. Und wieder einmal stellt man fest, dass Weihnachten ganz plötzlich in unmittelbare Nähe gerückt ist. Jetzt wird es Zeit, die ersten Geschenke einzukaufen und auch die eigene Wohnung der festlichen Stimmung anzupassen.

Aber warum ist denn die Adventszeit etwas Besonderes und was bedeutet eigentlich Advent?

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft. Christen bereiten sich in dieser Zeit auf die Ankunft ihres Erlösers vor. Um die Wartezeit auf die Geburt Christi und die damit verbundenen Festlichkeiten besonders für die Kinder zu verkürzen, wurden Adventskalender aufgestellt. Das erste Modell soll aus einem Marienbild mit Jesuskind bestanden haben, auf dem ein Baum mit 24 Zweigen zu sehen war, dessen Spitzen ein goldenes A für Ave Maria trugen. Die Abbildung wurde zur Andacht und Besinnung betrachtet. In neuerer Zeit können Adventskalender ganz unterschiedliche Formen haben und dienen dazu, die Tage bis zur Geburt Christi anzuzeigen.

Einst wurden 24 Bilder mit Bibelszenen nach und nach an die Wand gehängt oder je ein Strohhalm an den 24 Tagen in eine Krippe gelegt. Auch Kreidestriche an der Tür, von denen Kinder jeden Tag einen wegwischen konnten oder Adventskalender in Form einer Weihnachtsuhr sind bekannt. Am Beliebtesten jedoch sind wohl die Adventskalender, mit Türchen, hinter denen sich kleine Leckereien verbergen.

Das erste gedruckte Exemplar eines Adventskalenders entstand zwischen 1904 und 1910. Dieser Adventskalender hatte allerdings noch keine Türchen, sondern bestand nur aus 2 Blatt Papier. Auf einem Blatt waren Zahlen aufgedruckt, auf dem anderen weihnachtliche Szenen. Jeden Tag wurde nun ein Bild ausgeschnitten und auf eine Zahl geklebt. (
Klicken Sie hier für eine Abbildung - zu sehen bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.) Erst in den dreißiger Jahren enstand die Form heutiger Adventskalender aus Papier mit Türchen.

Während der Weltkriege wurde Papier knapp und Adventskalender konnten nur noch teuer hergestellt werden. Je nach Gesinnung wurden die ehemals christlichen Szenen in den Türchen durch Märchen- oder Comicgestalten ersetzt. Der Brauch des Schokoladenkalenders konnte erst in den sechziger Jahren kommerziell vermarktet werden.

Inzwischen werden Adventskalender für alle Zielgruppen (Kinder wie Erwachsene), Interessen und Vorlieben hergestellt und verkauft. Aber meisten Spaß bei der Herstellung machen natürlich die selbst Gebastelten. Dabei könnten Sie ihre Kinder durchaus mit einbeziehen. Wie wäre es denn z. B. mit einem Adventskalender im Freien?

Freiluft-Adventskalender
23 kleine Ton-Blumentöpfe
1 großen Tontopf
und
verkehrt herum auf den Tisch stellen und mit Lackfarbe Zahlen und evtl. kleine Verzierungen aufmalen. Hübsch sehen Linien oder gepunktete Striche in den Weihnachtsfarben grün, weiß und rot aus, die um den Topf herumlaufen.
Frostfeste, außentaugliche Weihnachtskugeln,kleine, individuelle Accessoires (wie z. B. Plastikfiguren, künstliche Blätter, Spielzeug ... usw.

Schleifenband
mit
zu einem Gebinde zusammenknoten, so dass es nett aussieht.
Anschließend die beiden Enden des Bandes durch das kleine Wasserloch im Blumentopf ziehen und innen mit einem
Stöckchen (ca 5 cm lang) verknoten.
Wenn alle Töpfe verziert sind, 23 Töpfe im Garten im Kreis auf den Boden stellen. In der Mitte steht der große Tontopf für den 24. Dezember.

Die Überraschungen werden entweder jeden Abend für den nächsten Tag oder aber (bei unempfindlichen Geschenken) bereits zu Beginn unter die Blumentöpfe gelegt.

Tipp: Am Besten in einen durchsichtigen Plastikbeutel einpacken und evtl. auf einen kleinen Stein legen. So kann Nässe und Schmutz nicht an den Inhalt gelangen.
In schneereichen Gebieten ist eine Terasse oder ein erhöhter Platz, z. B. auf Gartentischen und -Stühlen zu empfehlen.

   


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