16. Dezember
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Tannenbaum um Weihnachtsstern
Grün und Rot sind die traditionellen Farben bei den Pflanzen zur Weihnachtszeit - und das schon seit der Zeit als das Weihnachtsfest als heidnisches Mittwinterfest gefeiert wurde. Grün galt als Symbol für das ewige Leben, Rot für die Sonne und Weiß für die Reinheit. Das bekannteste Grün in unserer Zeit ist natürlich der Weihnachtsbaum, der in seiner geschmückten Form noch gar nicht so alt ist wie man vielleicht glaubt.
Der erste Christbaum wurde 1597 von der Handwerkerzunft der Stadt Bremen geschmückt.
Der prächtige Baum diente lediglich der Dekoration. Bald wurde dies von den anderen Stadtbewohnern nachgeahmt. Das mittelalterliche Deutschland brachte je nach Landschaft Stechpalme, Eibe, Wacholder, Mistel, Buchs, Tanne und Fichte ins Haus. In Kürze breitete sich der Brauch weltweit aus.
Damals hingen auf den Bäumen Papierrosen, Oblaten, Dörrobst, Äpfel, Zuckerstückchen usw. Es fehlten allerdings noch die Kerzen.
1605 soll es bereits einen mit Äpfeln geschmückten, aber noch kerzenlosen Weihnachtsbaum in Straßburg gegeben haben.
1611 soll in Schlesien der erste kerzengeschmückte Tannenbaum im Schloss der Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien gestanden haben.
1780 soll in Berlin der erste Weihnachtsbaum gestanden sein.
1815 wurde der erste "richtige" Christbaum in Danzig gesichtet.
Tipp vom Förster: Wer gerne selber einen Weihnachtsbaum schlagen möchte, sollte nicht mehr zu lange warten, denn nach dem Schlagen muss der Baum noch einige Tage draußen in der Kälte stehen. Nur so ist gewährleistet, dass die Nadeln nicht sofort abfallen, wenn er ins Warme geholt wird. Dass der Baum nur auf Anweisung eines Försters oder auf den dafür bereit gestellten Arealen geschlagen werden darf, versteht sich vom selbst! Bitte fragen Sie in Ihrem örtlichen Forstamt nach.
Weitere Infos zum Weihnachtsbaum-Brauch findet man auch unter www.werth-weihnachts-welt.de
Mit dem Weihnachtsstern wird im allgemeinen der Komet bezeichnet, der angeblich im Jahr 0 über der Geburtstätte zu sehen gewesen sein soll. Aber es gibt auch noch eine andere Art Weihnachtsstern, der die Wohnstuben in Deutschland und vielen englischsprachigen Ländern schmückt: die meist rote Weihnachtsstern-Pflanze.
Auf verschlungenen Pfaden hat der Weihnachtsstern einst seinen Weg von der neuen in die alte Welt gefunden. Von einem nordamerikanischen Gesandten in Mexico, namens Poinsette, wurde die Pflanze unter den Weihnachtsdekorationen der Azteken entdeckt, wo sie krautartig wächst und einige Meter hoch werden kann. In Kultur wird sie unter Verwendung wachstumshemmender Mittel gezüchtet und dadurch wesentlich kleiner.
Die Azteken behaupten vom Weihnachtsstern, dass er aus dem Blutstropfen des an unglücklicher Liebe gebrochenen Herzens einer aztekischen Göttin entsprungen sei.
Bei uns wurde sie erst später "heimisch". 1834 zeigten sich die allerersten Blüten, nachdem ein angesehener Botaniker aus Kiew den Weihnachtsstern gehegt und gepflegt hatte. Erst nach 1900 fand der blühende Weihnachtsbote in Europa langsam Einzug.
Pflege des Weihnachtssterns |
Der Weihnachtsstern ist eine sogenannte Kurztagspflanze, das heißt, er entwickelt neue Blüten nur, wenn er weniger als 12 Stunden Tageslicht bekommt. Schützen Sie ihn vor künstlichem Licht durch Überstülpen einer dunklen Plastiktüte. Die Temperatur sollte ab Ende November nachts bei 18 und tagsüber bei 20 Grad Celsius gelegen haben. Der Weihnachtsstern braucht einen hellen Platz ohne direkte Sonne.
Will man den Weihnachtsstern nach Weihnachten behalten, ist nach dem Verblühen ein Rückschnitt auf 15 cm und eine Ruhezeit bis Mai/Juni bei 15-16 Grad Celsius erforderlich. Während dieser Zeit bleibt die Pflanze fast trocken. Dann wird die alte Erde abgeschüttelt und die Pflanze in torfvermischte Blumenerde umgepflanzt.
Zum Antreiben braucht sie 18-20 Grad Celsius, reichlich Wasser und ein wenig Dünger. Manchmal kommt sie sogar noch einmal zur Blüte.
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